Befreiungsschlag der Damen

Am Samstag dem 22.10.2010 bestritt die Damenmannschaft der Spielvereinigung Seeheim-Jugenheim ihr zweites Heimspiel gegen den Tabellendritten FC Rimhorn. Die Seeheimer Damen wollten in diesem Spiel ihren ersten überzeugenden Sieg abliefern, nachdem die letzten Spiele spielerisch zwar durchaus überzeugten, aber letztlich nicht für die Seeheimer entschieden werden konnten.

In genau dieser Mentalität starteten die Seeheimer offensiv und mit großer Spielfreude in die erste Halbzeit und ließen keine Zweifel, dass sie dieses Spiel gewinnen wollten. In den ersten Spielminuten tastete man sich sofort in Richtung des generischen Tors vor und der Gegner wurde permanent in die eigene Hälfte gedrängt. Schließlich führte diese Spielweise auch zu der sehr frühen, aber verdienten Führung, denn nach einem Steilpass schloss Marlis Schneider zum 1:0 ab, nachdem sie zuvor die Torhüterin ausgespielt hatte. Diese Führung führte zu einem Motivationsschub auf Seiten der Damen und man intensivierte die Spielschnelligkeit, sowie die Kombinationen untereinander. Der Spielfluss vergrößerte sich zunehmend und der Gegner ließ diesen über weite Strecken ungestört zu und schien trotz Rückstand streckenweise sehr passiv. Es kann angemerkt werden, dass durch die zahlreichen Kombination, Rückgaben und Vorlagen immer wieder gute Chancen vor dem Tor zustande kamen, diese jedoch weitgehend ungenutzt blieben. Hierbei fehlten oftmals die Präzension und besonders der flache Abschluss. Die Dominanz der Seeheimer war in der ersten Hälfte klar ersichtlich und dies schlug sich auch im Spielstand nieder. Es war erneut Marlis Schneider, die nach einer astreinen Vorlage von Mona Schneider wieder gegen die Torhüterin triumphierte und den Ball an ihr vorbei ins Tor schob und so zum 2:0 erhöhte. Nur wenige Minuten später wurde dann sogar das 3:0 erneut von Marlis Schneider erzielt, nachdem Anke Keil den Ball halbhoch in den Strafraum brachte, landete die Direktabnahme im Rimhorner Tor. Erst zu diesem Zeitpunkt und dem relativ hohen Rückstand schienen die Rimhorner mehr Aktivität zu entwickeln, da ihnen bewusst wurde, dass wenn sie hier auch nur den Hauch einer Chance auf den Sieg behalten wollten, sie aktiver und vor allem aggressiver werden mussten. Dies bemerkten die Seeheimer schließlich auch am eigenen Leib, denn nun stießen die Rimhorner öfter in die Hälfte der Seeheimer vor und erarbeiteten sich teilweise hochkarätige Chancen, die aber nicht genutzt wurden. Besonders über die Flügelpositionen wurden die Rimhorner in dieser Phase immer gefährlicher. Die Seeheimer waren jedoch in der Lage alle Angriffe erfolgreich abzuwehren, zu unterbrechen oder hatten Glück, wenn einmal Fehler unterliefen. Nichtsdestotrotz stand die Abwehr das ganze Spiel über sehr zuverlässig und besonders der Einsatz, frühes Pressing und Tackling störten den Gegner beständig im Spielaufbau. Doch die Seeheimer reagierten auf den selbstbewusster werdenden Gegner mit gezielten Kontern und waren damit erfolgreicher. Schließlich erzielte Marlis Schneider das 4:0 und 5:0 und unterstrich somit die Führung erneut. Die Effizienz lag in dieser Phase sicherlich bei den Seeheimer Damen. Obwohl die Rimhorner sich im Gegensatz zu Beginn der ersten Halbzeit steigerten, konnten sie nur geringen Nutzen daraus schlagen, denn sie erzielten zwar ein Tor und verkürzten somit den Rückstand, doch Seeheim erhöhte im Umkehrschluss den Spielstand und erzielte zwei weitere Tore durch Katharina Lehn (Foulsiebenmeter nach Handspiel im Strafraum) und Marlis Schneider. Der Spielstand zur Halbzeit lautete somit 7:1.

Die zweite Halbzeit war spielerisch sicherlich nicht mehr auf dem Niveau der ersten Halbzeit (was auch an dem doch sehr deutlichen Spielstand liegen mag) und die Rimhorner waren die aktivere Mannschaft, da die Umstellungen innerhalb der Mannschaft positive Folgen hatten. Obwohl die Angriffe und der Spielfluss der Gegner nun dominierender war, ließen sich die Seeheimer nicht unterkriegen und wurden zwar passiver, doch spielten immer noch nach vorne. Im Gegensatz zur ersten Halbzeit fehlte lediglich die Effizienz und man konnte nur noch ein Tor durch Barbara Grasse erzielen. Der Gegner schaffte es noch zwei weitere Tore zu erzielen und somit den Spielstand zu verkürzen, doch um die Führung der Seeheimer ernsthaft zu gefährden, hätte dieses Auflehnen früher stattfinden und auch präziser ausgeführt werden müssen. Somit konnten sich die Damen über einen mehr als verdienten und überzeugenden Heimsieg freuen, der besonders in der ersten Halbzeit erarbeitet wurde.
Es spielten: Britta Bordasch, Katharina Lehn, Mona Schneider, Sandra Turalija (Sophie Mahnkopp), Marlis Schneider (Jasmin Rechel), Anke Keil (Barbara Grasse), Nicole Schäfer

Bericht: Marlis Schneider