Knappe Niederlage in Einhausen

By 26. September 2011Aktuelles, Damen - Spielberichte

In einem Spiel, das über weite Strecken von der Spielvereinigung dominiert wurde, mussten sich die Damen letztlich doch mit 1:2 geschlagen geben. 

Am 24.09.2011 trafen die Seeheimer Damen auf die Damenmannschaft aus Einhausen (FC Einhausen) und wollten gegen diesen Gegner weitere Punkte holen, denn Einhausen konnte als ebenbürtiger Gegner betrachtet werden. Ein Spiel auf Augenhöhe wurde somit erwartet.

Die Spielvereinigung dominierte das Spiel über die weiten Strecken des Spiels und zeigte durchaus ansprechende Leistungen in Bezug auf Kombination, Offensiv- und Defensivverhalten und Spielverschiebung. Allerdings schaffte man es nicht, diesen Vorteil auch in einer deutlichen Führung bzw. Torvorsprung umzusetzen und somit blieb diese Dominanz letztlich ohne Wirkung. Der Gastgeber agierte somit über weite Strecken zwar größtenteils passiv und suchte sein Glück in langen Bällen und gelegentlichen Kontern, doch die daraus resultierende eher defensive Stellung der Einhäusener ermöglichte keine gefährlichen Torschüsse der Gäste. Man ließ somit die Seeheimer Damen beinahe permanent gegen eine Wand anrennen und somit schwanden verständlicherweise zu Ende der zweiten Halbzeit ebenfalls die Kräfte und trotz des Auflehnens gegen die Niederlage, konnte diese nicht abgewendet werden.

Die Chancen für einen Sieg der Gäste standen zu Beginn des Spiels und auch während des Spielverlaufs nicht schlecht, denn Dominanz und Torchancen waren en masse vorhanden und trotzdem konnte kein Kapital daraus geschlagen werden. Immer wieder wurden durch lange Bälle und Pässe in den Rückraum gute Chancen erarbeitet, doch konnten nicht verwertet werden. Hierfür steht auch, dass die Einhäuser die erste Mannschaft waren, die ein Tor schossen und somit mit der ersten Chance ein Tor erzielten, obwohl die Seeheimer zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Großchancen vergeben hatten. Hierdurch wurde das Spiel der Seeheimer zunächst merklich gedämpft, doch der Gegner schlug hieraus keinen Profit und somit kamen die Seeheimer langsam wieder ins Spiel zurück, steigerten sich erneut und dies wurde schließlich auch belohnt, indem man das überfällige 1:1 erzielte. Hierbei traf Anke Keil aus spitzem Winkel nach einem vorausgegangenen Solo und erlöste somit die Gäste. Selbst dieses Ergebnis spiegelte jedoch nicht den verdienten Zwischenstand wieder. Dieser Ausgleich, der kurz vor Ende der ersten Halbzeit fiel, kam aber genau zu dem richtigen Zeitpunkt und motivierte due Seeheimer deutlich. Dies verdeutlichten Torchancen, die in den darauffolgenden fünf Minuten fielen und allesamt vielversprechend aussahen, aber kein Tor zur Folge hatten.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste Halbzeit geendet hatte und trotz Umstellung innerhalb der Mannschaft, startete man offensiv und setzte den Gegner gleich zu Beginn massiv unter Druck. Aus diesem Druck konnte sich der Gegner immer wieder nur kurzfristig befreien und hatten schließlich Glück als es zu einem (fragwürdigen) Foulsiebenmeter kam und dieser unhaltbar verwandelt wurde und der Gastgeber somit in Führung ging (2:1). Die Seeheimer waren somit erneut gefordert, da sie in Rückstand geraten waren und mussten nun alle Kräfte auf die Offensive konzentrieren und somit kann die letzte halbe Stunde der zweiten Halbzeit als wahrer Lauf auf das Tor des Gegners betrachtet werden, der aber letztlich ohne Erfolg blieb. Warum es zu keinem Ausgleich kam, kann an mehreren Faktoren festgemacht werden, doch letztlich war es die Kombination aus mangelnder Chancenverwertung, einem tiefstehenden Gegner, der vollkommen aufrückte und der erhöhte Druck durch den Rückstand und schließlich auch die Zeit, die gegen die Seeheimer lief. Insgesamt war dieses Spiel ein unzufriedenstellendes, denn die Seeheimer zeigten im Großen und Ganzen eine spielerisch ansprechende Leistung, hierbei war das einzige Manko die mangelnde Chancenverwertung. Der Gegner taktierte klug und nutze die Chancen, die sich ihm baten und konnte schließlich das Spiel für sich entscheiden.

Es spielten: Britta Bordasch, Mona Schneider, Jasmin Rechel, Anke Keil, Marlis Schneider, Barbara Grasse (Sophie Mahnkopp), Nicole Schäfer

Bericht: Marlis Schneider