Geschichte der SpVgg – 1980 bis 1990

By 19. Juni 2011Geschichte

1980 – Vereinsjubiläum 25 Jahre
Mitten in den Vorbereitungsarbeiten zu den Jubiläumsveranstaltungen anlässlich des 25-jährigen Vereinsbestehens verstarb unerwartet der langjährige 1. und 2. Vorsitzende Heinrich Klinger.
Er bedachte in seinem Testament den Verein mit einem ansehnlichen Geldbetrag, der zur Errichtung eines neuen Vereinsheimes verwendet werden sollte. Da das alte Sanitärgebäude nicht mehr den Erfordernissen entsprach, wurden seinerzeit bereits entsprechende Gespräche unter der Führung von Heinrich Klinger im Vorstand geführt, konkrete  Pläne und Grundstücksverhandlungen gab es allerdings noch nicht.
Am 25. Oktober wurde in der Sport- und Kulturhalle Seeheim unter der Schirmherrschaft des Hessischen Staatsministers Karl Schneider das 25.jährige Vereinsbestehen mit einem Kommersabend gefeiert. In diesem Rahmen konnte der 1. Vorsitzende Helmut Ritze zahlreiche Mitglieder mit der silbernen Vereinsehrennadel auszeichnen.

1981 bis 1985 – Planung und Errichtung des neuen Vereinsheimes
Die Weichen für den Bau eines neuen Vereinsheimes wurden in der Jahreshauptversammlung 1982 gestellt. Dem Bauentwurf des Architekten Jünger, der auch langjähriges Vereinsmitglied war, wurde zugestimmt.
Als Grundstock zur Finanzierung des geplanten Vereinsheimes diente der Erlös des an die Gemeinde zur Errichtung eines Jugendzentrums abgegebenen alten Umkleidehauses. In diesem Zusammenhang engagierte sich besonders der seinerzeitige Bürgermeister Walter Draudt.
Für das im Finanzierungsplan aufgeführte Darlehen von DM 50.000,00 bedurfte es allerdings längerer Überzeugungskraft des Vorstandes, bis die Zustimmung der Mitglieder gegeben wurde. Die Gesamtkosten des Vorhabens waren auf ca. DM 400.000,00  beziffert, wobei Selbsthilfeleistungen von etwa 200.000,00 einkalkuliert waren. Die Endabrechnung bewegte sich in diesem Rahmen. Bevor mit dem Bau begonnen werden konnte, bedurfte es der Zustimmung der Gemeindevertretung für die Bereitstellung einer Erbpachtgrundstücksparzelle in unmittelbarer Nähe des Sportgeländes an der Sandstrasse. Leider gestaltete sich diese Prozedur nicht so einfach, wie es sich die Verantwortlichen gedacht hatten.
Die Gemeindevertretung stimmte nach einer zweistündigen Debatte dem Antrag mit 13 Jastimmen gegen 12 Neinstimmen zu.
Am 01.08.1983 erfolgte die Grundsteinlegung. Von den Vereinsmitgliedern stellte sich ein Kern von ca. 12 Männern unter der Führung von „Bauleiter“ Heinz Müller nahezu über
12 Monate uneigennützig in den Dienst des Vereins und führten fast alle anfallenden Arbeiten in Eigenhilfe durch.
Am 03.08.1984 wurde schließlich die Einweihung und Inbetriebnahme des neuen Funktionsgebäudes mit angegliederter Schankstätte durchgeführt. Es fand ein Einlagespiel einer Prominentenmannschaft ( Dieter Kürten ) gegen ein Team der Spvgg. statt, dem 1000 Zuschauer beiwohnten.

1985 – 1990
In dieser Zeit kam es bedingt durch die zahlenmäßigen schwachen Jahrgänge leider zu einer Stagnation in der Jugendarbeit. So konnten teilweise keine A-Jugend und B-Jugendmannschaften mehr gemeldet werden.
Die aktive Mannschaft spielte mit wechselnden Erfolgen in der B-Klasse Darmstadt.
Das von der Gemeinde und dem Landkreis gemeinsam errichtete Christian-Stock-Stadion ( Kampfbahn Typ B mit 6 Kunststoffrundbahnen ) wurde im Mai 1987 fertig gestellt und steht neben dem Schuldorf auch den örtlichen Vereinen zur Verfügung. Hierdurch ergab sich einen Verbesserung des Trainings- und Spielbetriebes der Spielvereinigung.
1989/1990 erfolgte eine Reform des HFV durch Umstrukturierung der einzelnen Klassen/Ligen. In der entsprechenden Qualifikationsrunde schaffte es die nur mit „eigenen“ Spielern angetretene SPVGG nicht, die seitherige B-Klasse zu halten. Infolge Auflösung der damaligen C-Klasse gehörte die SPVGG nun der neuen Kreisliga B als unterste Klasse im Fußballkreis Darmstadt an.